Hier ist der Campus am schönsten

Der BLUG begrüßt euch herzlich zum neuen Wintersemester! Damit die Erstis unter euch sofort die schönsten Ecken am Zentral- und Nordcampus entdecken können, stellen euch die Blugger*innen ihre Lieblingsplätze vor. Die alten Hasen unter euch dürfen sich natürlich auch von unseren Tipps inspirieren lassen und das Semester mit einem kleinen Campusrundgang einläuten.

Das Café SUB

Tanita Schebitz
Tanita Schebitz

Wahnsinnsaussicht, leckere Snacks, Kaffee – diese drei Dinge vereint das vielleicht am meisten unterschätzte Café am Göttinger Campus. Schon in meiner ersten Woche habe ich den Weg dorthin gefunden und seitdem gehört es zu meinen Lieblingsplätzen an der Uni: Das Café SUB. Es liegt direkt am Zentralcampus, in dem zylinderförmigen Turm direkt am Haupteingang der Universitätsbibliothek. Kommt man durch die Drehtüren und geht dann direkt rechts die gewundene Treppe hoch, landet man erstmal im Verkaufsraum. Die Sitzplätze sind auf den oberen Etagen verteilt – falls euch das jetzt schon zu anstrengen klingt, ich schwöre euch: Das Treppensteigen lohnt sich! Das Schöne am Café SUB ist nämlich, dass der Turm in den oberen Etagen komplett verglast ist und man so eine fantastische Rundumsicht genießen kann. Den Campus hat man dabei genauso gut im Blick wie den Johannes- und Jacobikirchturm in der Innenstadt und am Horizont zeichnen sich bereits die ersten Wälder und Hügel ab. Perfekte Bedingungen für eine kreative Pause!

Café SUB mit Blick zur Innenstadt

 

Vor dem Jacob-Grimm-Haus

Swantje Hennings
Swantje Hennings

Während meines Studiums habe ich sehr viel Zeit (vor allem in der Prüfungsphase) im, aber auch vor dem Jacob-Grimm-Haus verbracht. Bei all der Schreiberei sind kurze Entspannungspausen nämlich Pflicht, die ich bei gutem Wetter am liebsten direkt vor der Tür genieße. Vor dem gelben Backsteinhaus stehen neben den grünen Bänken zwei große Platanen, durch die die Sonne sanft hindurch schimmert und das Licht warm aufs Gesicht fallen lässt. Hier lässt es sich allein, mit Freund*innen oder einem Eis aus der Turmmensa wunderbar sitzen und entspannen. Vor allem wenn ihr ein ruhiges Plätzchen sucht, kann ich euch diesen Ort sehr empfehlen, denn hier schallt kein Lärm von Autos, Baustellen oder lautstarken O-Phasen. Doch aufgepasst: Im Spätsommer kann hier und da ein Stück Borke von einer der Platanen herunterfallen. Aber keine Sorge, sie fallen ganz leicht und leise.

Ruhe pur vor dem Jacob-Grimm-Haus

 

Der Theo-Innenhof

Theresa Croll

Ein Bächlein plätschert, die Vögel zwitschern und man fühlt sich ganz weit weg statt mittendrin. Im Innenhof des Theologicums lebt es sich wie Gott in ­–äh, im Theologicum. Obwohl 2017 die von Studierenden betriebene Theo-Cafete nach über 30 Jahren leider schließen musste und ich seitdem auf meinen allwöchentlichen Eiscafé verzichten muss, weil es ihn in keiner anderen Cafete gibt, lernt und arbeitet es sich dort auch ohne Kaffee genüsslich. Der Hof wurde vor ein paar Jahren grundsaniert und strahlt seitdem in neuem gemütlichen Sonnenterassenglanz. Wenn ich das umliegende Gebäude mit den durch die Fenster erkennbaren Bib-Regalen ausblende, fühlt es sich fast an wie ein mediterranes Urlaubsörtchen. Wem es also auf dem Campus direkt zu wuselig ist, in den Bibliotheken zu stickig und zu Hause zu langweilig, findet im Theo-Innenhof ein passendes Plätzchen zum entspannten Sitzen oder luftigen Arbeiten.

Oasen-Feeling im Theo-Innenhof.

Die Juriwiese

Verena Pauer
Verena Pauer

Gestresst von der Vorlesung? Oder willst du zwischen den Seminaren einfach mal den Kopf freibekommen? Und du hast keine Lust, dabei immer grau zu sehen? In der Steinwüste des Z-Campus gibt es auch einige grüne Ecken. Und zu den schönsten gehört die Wiese hinter dem Juridicum – besonders natürlich im Frühling und Sommer. Aber auch im Herbst lassen sich hier gut die letzten Sonnenstrahlen des Jahres aufsaugen. Hier kann ich zwischen den Vorlesungen mal ein bisschen entspannen, die Augen schließen und kurz durchatmen. Und danach direkt wieder in den Trubel auf dem Z-Campus einsteigen. Was mir besonders gefällt: Auf der Juriwiese ist immer etwas los. Ob spielende Hunde, Artist*innen auf Slacklines, Studis auf Fahrrädern oder zu Fuß. Leute beobachten geht von hier aus super (und wer macht das nicht gerne?). Am Anfang des Semesters kommt dann noch die ein oder andere Ersti-Gruppe hinzu – auf dem Weg zur nächsten Station der Campus-Rallye. Langweilig wird es hier also nie. Der perfekte Ort für mich, um mit einem Kaffee aus dem Café Campus den Kopf frei zu kriegen und auf andere Gedanken zu kommen.

Verdeckt von den Bäumen: Das Juridicum und das VG.

Steinrondell am Geogebäude

Lasse Schopen

Ich bin zwar noch nicht lange hier, das kleine Steinrondell direkt gegenüber vom Geogebäude zählt jedoch trotzdem schon jetzt zu meinen absoluten Lieblingsplätzen am Nordcampus. Grade in den Sommermonaten ist der kleine Platz mit seinen vielen Bänken eine gute Möglichkeit, um zwischen Vorlesungen, Seminaren und Tutorien, den Kopf mal eben wieder frei zu bekommen. Sogar steinerne Tische (ganz im Geologen Style) gibt es, auf denen man wunderbar sein Mittagessen zu sich nehmen kann, falls man mal grade keine Lust auf die Nordmensa hat. Selbst wenn doch irgendwann mal gelernt werden muss, kann man sich dort gut hinsetzen, um Bücher zu wältzen, denn meist sind nicht viele Menschen dort und die angrenzenden Bäume schützen vor Geräuschen vom Parkplatz. Last but not least könnte man sogar noch im wenige Meter entfernten Geopark sich die Beine vertreten, Wikinger Schach oder sonstige Aktivitäten (z.B. das Analysieren der vielen tollen Steine des Geoparks) starten, falls es einem dann doch mal zu viel Herumgesitze wird.

Der experimentelle botanische Garten

Marlen Siegmund

Wenn man gerade auf dem Nordcampus unterwegs ist, sieht man meist nur die großen Vorlesungssäle der Physik und die vielen Labore der Chemie. Doch auch die Biologie und Geologie haben einiges zu zeigen. Dazu gehören eben nicht nur die Gebäude, sondern auch die Außenanlagen. So kommt man von den steinernen Ausstellungsstücken auf dem Weg zur Nordmensa bis zum experimentellen botanischen Garten der Universität. Dafür muss man nur den Schotterwegen folgen. Entweder von der Nordmensa oder von der Geologie aus trifft man zuerst auf den Kräuter- und anschließend auf den Rosengarten. In der richtigen Jahreszeit blühen dort aber nicht nur Rosen, sondern auch alle möglichen anderen Blütenpflanzen. Und wer dann immer noch nicht genug hat, kann sich auch noch die Anlagen mit Blick auf die Stadt ansehen. Besonders abends hat man dort einen tollen Ausblick auf die Stadt, um den Tag ausklingen zu lassen.

Der Rosengarten in voller Blüte

 

Platz Der Göttinger Sieben

Harsh Vivek Harkare

No other place on the university campus is perhaps as inconspicuous as the Platz Der Göttinger Sieben. Situated bang in the middle of the Central Campus, most people tend to overlook the plaza in their initial days. But as new students slowly get the hang of Uni and begin to settle down with cups of coffee at this very place, they begin to see it as more than just a plaza to bike across. Being surrounded on all sides by different faculties makes the Platz an ideal place to run into your friends and in the summer, to settle down with the classic ceramic mugs and just sip on the people passing by. Platz Der Göttinger Sieben also marks the circle of life as a Göttingen University student. This is where you see everything from the wide-eyed freshers taking in the beautiful cherry blossoms at the beginning of their term to the PhD student parades on their way to kiss the Gänseliesel!

The #1 reason I love this spot so much however, is because of its versatility. Come evening, the entire square begins to empty of people, the night lamps turn on, and you are left with a serene thinking spot to mull over your academics, your day, or the people you saw at the Platz Der Göttinger Sieben earlier today.

Sipping on coffee with the Göttinger Sieben.

 

Written By

Swantje Hennings, 25, studiert im Master Komparatistik, vorher BA in Deutsch und Geschichte. In Göttingen oft für das Campusradio GöHört unterwegs und jetzt auch als Bluggerin auf Achse.

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