Der BLUG-Weihnachtsratgeber

Es ist doch jedes Jahr das Gleiche: Anfang November möchte ich schon mal langsam in Weihnachtsstimmung kommen, um möglichst viel von der Vorweihnachtszeit mitzunehmen. Doch ehe ich mich versehe ist dann der 20. Dezember. Immer noch kein Weihnachtsgeschenk für Oma („Ich wünsche mir nur, dass wir an Weihnachten alle zusammen sind.“), irgendwie habe ich auch noch ein Referat am letzten Unitag zu halten („Lass den 20. nehmen, da sind alle immer schon weg“) und generell war gestern noch Sommer und nach Weihnachten fühlt es sich einfach noch nicht an. Die BLUG-Redaktion war sich einig: Bei fehlender Weihnachtsstimmung unserer Mitstudierenden kann und darf man nicht wegschauen. Wir haben also keine Mühen gescheut und unsere Top-Tipps für die (Vor-)Weihnachtszeit gesammelt, von frühdezemberlichen Veranstaltungen bis zum Familientreffen unterm Weihnachtsbaum. Zusammen ergibt das ein nützliches Repertoire an auf Erfahrung basierenden Ratschlägen, Last-Minute-Ideen, adventlichen Veranstaltungen und natürlich hat sich auch ein Rezept eingeschlichen. You’re welcome.

 

Anfang Dezember: Verenas Veranstaltungstipps

Verena Pauer

Weihnachten steht kurz bevor und du bist einfach noch nicht in der richtigen Stimmung? Ich habe hier ein paar Veranstaltungen für dich, bei denen sich deine Festtagsstimmung bestimmt hervorkitzeln lässt:

Edit: 2020 können wir Euch natürlich nicht so richtig viele Veranstaltungen anbieten…aber zumindest die Bio-Weihnachtvorlesung haben wir als zeitloses Video für euch!

Und auch Dickens‘ Weihnachtsgeschichte in Gebärdensprache könnt ihr euch noch anschauen.

Für Nikolaus und darüber hinaus: Theresas Trüffelpralinen

Pralinen sind die neuen Plätzchen, denn zugegeben, Plätzchen backen kann jeder. Wenn man die Verwandtschaft aber mal so richtig überraschen will und ein „Ich will nicht mit leeren Händen kommen, aber auch nicht viel Geld für ein Geschenk ausgeben“- Mitbringsel braucht, sollte sich mal an selbst gemachten Trüffelpralinen versuchen. Klingt viel komplizierter als es ist und ist die beeindruckten Gesichter von Oma und Opa wert: Wie, die hast DU selbst gemacht?

Du brauchst für circa 25 Pralinen:

– 200 g Schokolade (Zartbitter oder Vollmilch, je nach Geschmack)
– 200 ml Sahne
– Zimt
– ca. 100 g Butter
– 200 g Kuvertüre
– Backkakao
– Zeit

Und so geht’s:

  • Die Schokolade in Stücke hacken, Sahne im Topf unter Rühren zum Kochen bringen. Wenn sie kocht, Topf vom Herd nehmen und die gehackte Schokolade unterrühren bis eine schöne Masse entsteht. Jetzt kann man noch ein bisschen Zimt zugeben, dann schmeckt es noch ein bisschen weihnachtlicher.
  • Diese sogenannte Ganache muss jetzt abkühlen. Faustregel sind 12 Stunden, aber 6 Stunden tun es auch. Wenn sie abgekühlt ist, weiche Butter mit Knethaken einrühren und danach wieder abkühlen lassen (bis alles fest ist, dauert diesmal keine Stunden).
  • Aus der Masse beliebig große Kügelchen formen, das wird später die Füllung der Pralinen sein. Kügelchen kaltstellen, bis sie wieder fester sind (durch das Formen werden sie oft sehr weich).
  • Kuvertüre im Wasserbad schmelzen (Achtung, hier darf kein Tropfen Wasser hineingelangen, sonst ist die komplette Kuvertüre dahin. Mikrowelle würde ich auch nicht empfehlen, es wird oft zu heiß und die Kuvertüre matschig). Geschmolzene Kuvertüre (Surprise!) abkühlen lassen, bis sie immer noch sehr dickflüssig aber nicht mehr warm ist.
  • Immer ca. einen Esslöffel Kuvertüre in beide Handinnenflächen geben und dann die Ganachekügelchen darin rollen. Daneben stellst du ein kleines Schüsselchen mit Backkakao und wendest die Praline so lange, bis alle Stellen bedeckt sind. Fertige Trüffelpralinen wieder abkühlen lassen, sodass die äußere Kuvertüre fest werden kann.Trüffelpralinen mit Schokolade

Tipps: Das ist die Basis, das Rezept lässt sich nach ein paar Übungsrunden gut abwandeln. Beispielsweise kann man helle Schokolade nehmen und zur Sahne noch Limoncello und geriebene Zitrone geben. Hinterher dann nicht in Kakao, sondern in Puderzucker wenden. Man kann aber auch unterschiedlichste Gewürze hineingeben, wie Lebkuchengewürz oder sogar Chili. Gut einpacken lässt es sich übrigens in alten Marmeladengläsern, siehe „Schön und nachhaltig einpacken mit Hanna“.

Home alone – aber nicht wie Kevin!

Viele von uns mussten sich im November schon an den Gedanken gewöhnen, dass wir das diesjährige Weihnachtsfest in diesem Jahr ganz anders verbringen würden – nämlich allein. Der Feiertag, der schon lange über religiöse Besinnung hinausgeht, ist im stressigen Unialltag nicht selten ein ersehnter Lichtblick, um die Füße hochzulegen, sich von Mama und Papa bekochen zu lassen, mit den Geschwistern um Aufmerksamkeit zu buhlen und alte Freund*innen wiederzusehen. Dass dieses Jahr pandemie-bedingt alles entweder komplett ausfällt oder nur sehr eingeschränkt stattfinden kann (liebe Grüße an Omi), wollen wir deshalb gar nicht herunterspielen, dennoch gibt’s Möglichkeiten, sich sie Zeit so erträglich wie möglich zu gestalten. Hier kommen ein paar Tipps für Weihnachten allein zuhaus‘, die schon Kevin McCallister gut hätte gebrauchen können….

1. Koch dir dein eigenes Weihnachtsdinner!


Egal ob vegan, vegetarisch oder mit Fleisch; es gibt günstige Varianten, dein Lieblingsweihnachtsessen nach zu kochen. 
  • Ente/Gans mit Klößen und Rotkraut. Ersetze den Vogel mit einem anderen Vogel, nämlich einem Hühnchen, und du hast schon eine günstigere Variante. Klöße und Rotkraut gibt es in guter Qualität schon fertig und wenn du Mama und Papa anrufst und nach den Geheimnissen ihrer Rezepte fragst, lassen sie sich noch gut verfeinern (z.B. Nelkengewürz ans Rotkraut). Ein Sößchen ist auch mit ein paar Handgriffen gezaubert (wir verraten es aber auch nicht, wenn es doch ein Fertigprodukt wird). Das Ganze lässt sich auch ganz einfach vegetarisch und vegan zubereiten, Fleischersatz schmeckt zu Bratensoße nämlich auch richtig gut. Hier findest du eine Auswahl an veganen Soßenrezepten, die der traditionellen in nichts nachsteht!
  • Raclette. In einigen Haushalten wird an jedem Weihnachten das Raclettegerät herausgeholt. Wenn du ohne dein Käsekoma nicht leben möchtest, kommt hier ein Trick: Alles, was du gerne im Pfännchen isst, in eine Auflaufform packen, Raclettekäse drüber und zack, ein Riesenpfännchen! Eigentlich ist an dieser Variante alles besser als am Original: Man muss sich nicht entscheiden, weil man gleich einfach alles nehmen kann, man muss nur einmal warten, bis es ready ist, und kann gleich alles auf einmal essen. Klappt auch gut mit veganem Käse!
  • Fondue. Zugegeben, ohne Fonduegerät ist es wirklich etwas schwierig. Man könnte nun alles in einem Kochtopf zubereiten, aber das ist auch nicht das gleiche... An dieser Stelle schlagen wir einfach Nudeln mit Pesto vor.
  • Kartoffelsalat mit Würstchen. Sogar für die Faulsten der Faulen sollte dieses Gericht kein Problem sein, hier kann man nämlich gut mit Mayonnaise (gerne auch vegan) oder Essig und Öl arbeiten. Ein paar Gürkchen dran, ein paar Zwiebeln und voilá! Und die Würstchen gibt es auch wieder in vegetarisch und vegan.

Die Liste könnte noch länger werden, aber letztlich hängt es ja nun von euren persönlichen Weihnachtsessenpräferenzen ab. Man könnte natürlich auch die Gelegenheit nutzen, neue Rezepte auszuprobieren und neue Traditionen zu schaffen. Wer weiß, vielleicht bekocht ihr dann Oma und Opa nächstes Jahr!

Oder die Wahl fällt auf etwas ganz anderes. Einfach mal die Kochbücher aufschlagen, die Browser-Lesezeichen checken oder Familie und Freund*innen nach schönen Rezepten fragen. Die Zeit für Außergewöhnliches und Neues haben wir ja jetzt. 

2. Schau endlich alle Filme auf deinen Merklisten!


Übers Jahr verteilt häuft sich da einiges an. Der eine passt mal nicht in die Stimmung, der andere wiederum dauert vier Stunden... Gäbe es eine besser Zeit als jetzt, um die Liste abzuarbeiten? Sicherlich gibt es auch die ein oder andere Trilogie, die du noch nicht kennst und so kannst du alle Teile bingen, ohne vergessen zu haben, was im ersten Teil noch mal passiert ist.

Wenn dir der Sinn doch eher nach Weihnachtsfilmen steht, du aber von den alljährlich wiederkehrenden endgültig die Nase voll hast, sind hier ein paar Inspirationen (vor allem, wenn du's ein wenig düsterer magst).

3. (Weihnachtliche) Lektüre der Klassiker

Das Jahr und die besonders die Weihnachtszeit eilt immer nur so an uns vorbei – da bleibt oft nicht die Zeit, alles zu lesen, was man sich so vornimmt. Jetzt hingegen, frei von Arbeit- und Freizeitstress, kann man endlich mal die ganzen Klassiker nachholen, von denen man irgendwie schon mal gehört, sie aber noch nie so richtig gelesen hat. Und jeder hat doch dieses Regalbrett, wo sich all die Werke tummeln, die man ja dann mal liest "wenn man Zeit" hat und sie im Sommerurlaub doch wieder nur mitgeschleppt, aber nicht ausgepackt werden. Dieses Phänomen des ungelesenen Bücherstapels nennen die Japaner*innen übrigens Tsundoku.

Außerdem gibt es schöne Weihnachtsklassiker, die im alljährlichen Vorweihnachtsstress einfach auf der Strecke bleiben. Wie wäre es also mit Bölls Satiren oder Charles Dickens Weihnachtsgeschichte? Wer es ein wenig tiefgründiger und sinnreicher angehen möchte, kann auch mit "Einsame Weihnachten" von Rose Ausländer und Immanuel Weißglas einen Einblick in die Nachkriegslyrik zweier Exilant*innen gewinnen und die Zeit für ein wenig Reflektion nutzen. 

Wenn ihr mal so gar nicht wissen sollt, lohnt sich immer ein Blick auf beispielsweise litlog, das Göttinger eMagazin mit vielen Rezensionen und Leseinspirationen, oder Perlentaucher, das Online Kulturmagazin. Auch die Tages- und Wochenzeitungen haben immer einen Feuilletonteil, in dem man literarisch immer auf dem neusten Stand bleibt. Eure Bücher könnt ihr im Übrigen weiterhin ganz einfach über eure Lieblingsbuchhandlungen in Göttingen kaufen, denn da geht es meistens genauso schnell, wenn nicht sogar schneller als bei Amazon und Co. Einfach anrufen, E-Mail hinschreiben oder über genialokal.de eure Lieblingsbuchhandlung auswählen und online bestellen.  

4. Tob' dich kreativ aus!

Man kennt es, irgendwann zwischen dem vierten Film und dem 30. Snack kommt das Gefühl, dass man ja noch gar nichts "geschafft" hat. Klar, die Tage sollen zur Entspannung und zur Entschleunigung dienen (und zum social distancing wohlgemerkt), aber für einen kleinen Moment des Stolzes, den Tag nicht komplett in den Sand gesetzt zu haben, helfen oft kleine kreative Projekte. Endlich kann man das mit dem Stricken noch mal versuchen, vielleicht klappt's bis zum nächsten Weihnachten mit dem ersten eigenen Paar Socken. Omas Nähemaschine steht seit 10 Jahren unberührt im Keller? Jetzt ist die Zeit, um endlich mal auszuprobieren, wie sie eigentlich funktioniert.

Einfach mal ein bisschen malen, zeichnen, basteln, handarbeiten... Kreative Aufgaben entspannen das Gehirn und meistens hältst du noch ein hübsches Endprodukt in der Hand. Utensilien zum Stricken, Häkeln, Malen oder Basteln gibt es häufig in Supermärkten und Drogerien, sodass ihr dafür gar nicht viel Aufwand benötigt. Für Anleitungen und Inspiration eignet sich übrigens immer Pinterest gut. 

Wie man beispielsweise Kerzen hübsch und großen Aufwand recyclen kann, sehr ihr u.a. hier
Eine hilfreiche und detaillierte Anleitung zum Socken stricken könnt ihr euch hier ansehen. 
Und falls ihr doch noch in der Stimmung seid, ein paar nachträgliche Weihnachtsgeschenke zu versenden, gibt es hier ein bisschen Inspiration, was man alles schönes selbst machen kann. 

5. Ab in den Wald

Es is zugegebenermaßen kein Geheimtipp, kann aber die Weihnachtseinsamkeit deutlich erträglicher machen. Ein bisschen Bewegung gepaart mit frischer Luft und entspannender Ruhe... Man verlässt den Wald immer erholter und befreiter als man ihn betreten hat. 

Probier' in dieser Zeit doch mal ein paar schöne neue Wege aus. Für Inspirationen solltet ihr unbedingt Hannas BLUG-Artikel vom Juli lesen, allerdings bitte im Hinterkopf behalten, dass es um 16 Uhr dunkel wird! Also, nach dem Frühstück die Wanderschuhe anziehen und in die Richtungen hinausströmen, wie es euch beliebt. Und dann ist der Körper auch wieder bereit für ausschweifende Mahlzeiten...

Eine Woche vorher: Schön und nachhaltig einpacken mit Hanna

Hanna Sellheim

Alle Jahre wieder geben wir Unsummen für Geschenkpapier aus, das dann bei der Bescherung innerhalb von Minuten zerfetztwird und nichts als einen Berg an Verpackungsmüll hinterlässt. Deshalb habe ich hier ein paar Tipps für euch, wie ihr eure Geschenke nicht nur schön, sondern auch noch studi-freundlich kostengünstig und nachhaltig verpackt.

Tipp 1: Wiederverwendbares Material

Mit Kalenderblättern und Zeitungen eingepackte Geschenke

  Verzichtet auf gebleichtes, beschichtetes oder bedrucktes Geschenkpapier, das zusätzlich noch in eine Hülle aus Plastik eingehüllt verkauft wird, und benutzt stattdessen lieber Papier, das sonst ohnehin weggeschmissen würde und recycelbar ist. Wunderbar eignen sich zum Verpacken zum Beispiel alte Kalenderblätter mit Bildern, Plakate, die euch an der Wand nicht mehr gefallen, einfaches Zeitungspapier oder ausgediente Lernzettel. Damit lassen sich auch verschiedene Effekte erzielen – je nachdem, ob ihr eine ästhetische, eine minimalistische oder eine ironische Verpackung möchtet. Anstelle von Plastikband wählt lieber Stoffbänder, die sich nach dem Auspacken einfach wieder zusammenfalten und noch einmal benutzen lassen. Wenn ihr das Band kunstvoll genug um eure Verpackung schlingt, könnt ihr auch gleich auf Klebeband verzichten.

Tipp 2: Tüten oder BeutelBuch in Geschenktüte

Diese Verpackungsmöglichkeit ist nicht nur nachhaltig, sondern auch noch denkbar einfach: Tüte auf, Geschenk rein,zackfeddich, Bescherung kann kommen. Die Tüte kann der*die Beschenkte behalten und für sein*ihr nächstes Geschenk verwenden – und schon habt ihr einen Verpackungskreislauf geschaffen, der sich selbst erhält und keinen neuen Müll produziert. Wer geschickt mit Nadel und Faden ist, kann auch kreativ werden und kleine Beutel selbst nähen. Dann habt ihr auch totale Freiheit, was Form, Farbe, Muster und Größe angeht. Diese können nach dem Auspacken als Kosmetiktasche, Federmappe oder Hülle für elektronische Geräte benutzt werden – die Verpackung wird hier also selbst zum Geschenk.

Tipp 3: Marmeladengläser

Engel in MarmeladenglasverpackungDas ist die wohl günstigste Alternative zum Geschenkpapier. Fang einfach jetzt schon an, alte Marmeladen- oder Olivengläser zu sammeln. Diese Verpackung eignet sich besonders gut, wenn ihr selbstgemachte Köstlichkeiten, wie Kekse oder Pralinen, verschenken wollt, die im Glas frisch bleiben. Wenn ihr das Glas zusätzlich noch mit bunter Folie beklebt, kann es danach als Teelichthalter benutzt werden. Auch hier habt ihr also wieder ein 2-in-1-Geschenk.

 

 

Für das gemütliche Wochenende vor Weihnachten: Swantjes Adventslektüre

Swantje Hennings

Nichts ist schöner als mit einer kuscheligen Decke und warmen Socken auf dem Sofa im Licht des Adventskranzes ein gutes weihnachtliches Buch zu lesen. Die Realität sieht allerdings oft anders aus. In der Adventszeit sparen wir meistens für Bücher, um unsere Liebsten zu beschenken und im Buchladen bleibt für uns selbst kaum Geld übrig, um in Weihnachtsstimmung zu kommen. Das muss aber nicht sein, denn die Lösung ist ganz nah. In den Regalen der SUB und in den Göttinger Bereichsbibliotheken verbergen sich wahre Weihnachtsschätze, wie zum Beispiel „A Christmas Carol“ von Charles Dickens, Astrid Lindgrens „Wiehnachten in’n Stall“ oder Gedichtbände mit russischer Weihnachtslyrik. Im Dezember könnt ihr euch also entweder ganz viel Lektüre für zuhause ausleihen oder ihr macht es euch direkt in der Bibliothek mit einer Kuscheldecke und Zimtstangen in der Hosentasche gemütlich. Wo ihr die passenden Weihnachtsbücher findet, könnt ihr im Katalog der SUB entdecken.

 

Der Vormittag des 24.12.: Tanita – Nützliche Notfallgeschenke

Tanita Schebitz

Ob Weihnachten mal wieder total plötzlich kam, oder man in der langen Liste von zu beschenkenden Freunden und Verwandten aus Versehen jemanden vergessen hat – es gibt viele Gründe, warum Geschenke kaufen zu Weihnachten in Stress ausarten kann. Manchmal fehlt auch einfach die zündende Idee, weil manche Personen einfach schon alles haben. Und ganz ehrlich: Egal wie viel Gehirnschmalz und Energie ich jedes Jahr in die weihnachtlichen Vorbereitungsmaßnahmen stecke, irgendwas ist am Ende doch immer. Um es uns allen einfacher zu machen, stelle ich euch jetzt meine besten Notfall-Geschenke vor, die gar nicht den Eindruck machen, als seien sie auf die Schnelle gekauft…

  • Tee- oder Gewürzmischungen. Dieser Klassiker bietet sich vor allem für TeetrinkerInnen oder HobbyköchInnen an. Ein Gang in den Teeladen von nebenan eröffnet oft ganze Geschenke-Welten, an die man vorher nicht zu denken gewagt hatte. Ein oder zwei verschiedenen Tees (aber lose bitte), vielleicht noch ein silbernes Tee-Ei oder eine schöne handbemalte Tasse und echten Kandis dazu… tadaa, ich würde mich darüber freuen. Genauso wie über einen Beutel Bruschetta-Gewürz, echten bunten Pfeffer, rosa Himalaya Salz oder eine Gewürzmischung für selbst gemachten Glühwein.

Göttinger Adressen: Zum Stöbern anbieten würden sich da in Göttingen das Teehaus Kluntje, Alfred Ewert, Teehaus Karl Schmidt oder auch TeeGschwender.

  • Hörbücher. „Ich komm einfach nicht zum lesen“, hört man immer wieder. Ist – zugegeben – halt oft auch viel zu anstrengend, wenn man nach einem ganzen Tag in der Uni oder bei der Arbeit noch wieder stundenlang auf irgendwelche Buchstaben starren soll. Ich gehöre übrigens auch zu diesen Leuten… und deshalb glaubt mir, wenn ich sage: Hörbücher sind der Shit! Und das tolle ist, man kann sie hören, wenn man auf dem Sofa rumliegt, während man kocht, aufräumt, abwäscht, die Wäsche macht, duscht, oder auf dem Weg in Büro… und das ganz, ohne die Augen überstrapazieren zu müssen.

 Göttinger Adressen: Im Buchhandel gibt es immer ein paar Hörbücher, und auch online ist die Auswahl riesig. Für entsprechende Angebote einfach mal Google befragen. Wenn es doch schwarz auf weiße Wörter sein sollen, findet ihr bei Calvör, Vaternahm, Hugendubel, Thalia oder im SUB-Katalog (siehe Swantjes Adventsslektüre) eine große Auswahl.

  • Gemeinsame Zeit. Eigentlich eins der einfachsten und auch der schönsten Geschenkideen. Karten für eine Comedy-Show, den nächsten Poetry-Slam, ein besonderes Theaterstück, ein Konzert und davor oder danach vielleicht eine Einladung zum Essen. Apropos Essen, man kann auch Kochkurse verschenken! Glutenfrei, vegetarisch, vegan oder ganz normal – hauptsache zusammen mit den Liebsten. Und wenn es wirklich super, mega knapp wird und euch erst am 24.12. einfällt, dass ihr noch ein Geschenk braucht: Schreibt eine nette Karte und bastelt einen Gutschein. Schreibt aber eine konkrete Sache drauf, die ihr unternehmen wollt, und ein paar Termine zur Auswahl. Dann sieht es so aus, als ob ihr auf das stressige Leben der anderen Person ganz besonders Rücksicht genommen hättet!

Göttinger Adressen: Göttingen ist an sich ja die perfekte Stadt zum Zeit schenken: Mit den drei Theatern ThOP, Deutsches und Junges Theater ist die Auswahl an Stücken groß. Aber auch Konzerte oder Comedy findet hier immer wieder statt. Zum Beispiel in der Musa, im Apex oder auch in der Göttinger Stadthalle.

Bei unangenehmen Gesprächen an Heiligabend: Kontern mit Kristin

Kristin Fricke

Die Feiertage bringen nicht nur Punsch, Geschenke und gemütliche Weihnachtsstimmung mit sich, sondern auch viel zu oft Verwandte, die man aus guten Gründen die letzten 365 Tage gemieden hat. Was tun, wenn Fragen zum Studium kommen, auf die man keine Antwort hat? Keine Panik, hier sind ein paar Antworten auf die nervigsten Fragen.

„Was kann man später eigentlich mal damit machen?“
(Jetzt zuzugeben, noch keine Ahnung zu haben, würde dich nur unnötig angreifbar machen. Beste Taktik: Schwafeln!)

„Mein Studium bereitet mich darauf vor, komplexe Fragestellungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten und kreative Lösungsansetzen zu Problemstellungen zu entwickeln. Ich erlerne Kompetenzen, die mich in ganz verschiedenen Bereichen zum Übernehmen von verantwortungsvollen Aufgaben qualifizieren. Noch etwas Kartoffelsalat, Onkel Hartmut?“

via GIPHY – Lass es nie so weit kommen! Rede dich raus!

„Und was machst du so als Studentin den ganzen Tag?“
(Möchte Tante Erna wirklich hören, wie du über Stunden in der Bibliothek sitzt, ganze Bücher auswendig lernst oder dich von einem Tutorium ins nächste schleppst? Wahrscheinlich nicht. Versuch es mal mit Ironie – oder der Wahrheit.)

„Schlafen, feiern, Nudeln essen.“

„Wann möchtest du denn endlich mal auf eigenen Beinen stehen?“
(Wenn nichts mehr geht: Ruhig bleiben und ablenken. Dabei kannst du alle Register ziehen. Auch wenn es weh tut.)

„Soll ich dir mal das Internet erklären, Opa?“

Written By

Theresa, 26, studiert im Master North American Studies, Germanistik und Anglistik. Am liebsten schreibt, liest und organisiert sie und ist damit nicht nur beim BLUG und im Social Media Team der Uni gut aufgehoben, sondern auch als Volontärin beim Literarischen Zentrum.

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