Gute Gründe fürs Gründen – Start-Ups an der Uni Göttingen

Start-up

Larry Page und Sergey Brin haben es getan, Mark Zuckerberg hat es getan und Jeff Bezos ebenfalls – die Rede ist davon, ein Start-Up zu gründen. Mir ist bisher leider noch nichts eingefallen, das sich irgendwie sinnvoll zu einer Firma ausbauen ließe – aber vielleicht habt ihr eine tolle Idee, aus der möglicherweise mal ein Unternehmen werden könnte? Falls ja, fehlt euch vielleicht einfach nur der nötige Schubs, um aktiv zu werden! Zugegeben, Göttingen ist nicht das Silicon Valley. Trotzdem wird das selber Gründen an unserer Uni stark gefördert und unterstützt. Also: worauf wartet ihr noch?

Gründen leicht gemacht

„Aber“, wendet ihr jetzt vielleicht ein, „es gehört ja wohl mehr zum Gründen dazu, also bloß eine gute Idee…!“. Das stimmt – sogar eine ganze Menge. Business-Plan, Finanzierung, Marketing, all das sind nur einige Stichworte, die beschreiben, was alles bedacht werden muss. Aber die gute Nachricht ist, hier an der Uni Göttingen gibt es Unterstützung! „Eine unserer Kernaufgaben ist es, Studierenden zu zeigen, dass es neben dem klassischen Angestelltenverhältnis auch noch einen alternativen Karriereweg gibt – nämlich das selber Gründen!“, sagt Simon Bohn von der Gründungsförderung der Universität Göttingen. Diese gibt es in der jetzigen Form seit 2016, ist über Studienqualitätsmittel finanziert und arbeitet mit regionalen Partnern wie dem Südniedersachsen-Innovationscampus SNIC und anderen Hochschulen der Region zusammen.

Beratungsangebot und „Lift-Off“ Wettbewerb der Gründungsförderung

„Wir bieten Erstberatungen und Folgeberatungen für Gründer*innen-Teams an, helfen beim Aufbauen von Netzwerken und bei der Beantragung von Fördergeldern, unterstützen bei der Suche nach Teammitgliedern und organisieren Veranstaltungen und Workshops rund um das Thema Gründen. Außerdem veranstalten wir jedes Jahr den „Lift-Off“, unseren Gründungswettbewerb“, erzählt mir Bohn. Dieser Wettbewerb fängt immer im Winter an, läuft ein halbes Jahr und bei der Abschlussveranstaltung im Sommer pitchen alle teilnehmenden Teams ihre Idee. „Der Wettbewerb ist sehr offen“, so Bohn, „man kann sich mit einer Idee bewerben oder auch, wenn man schon gegründet hat; nur länger als zwei Jahre sollte man nicht schon am Markt sein.“ Das Interesse an diesem Wettbewerb sei in den vergangenen Jahren auch stetig gestiegen – über zwanzig Teams waren zuletzt immer wieder dabei, mehr als 300 Menschen im Publikum. Zum Vergleich, beim ersten Wettbewerb haben 12 Teams mitgemacht. Auch die zu vergebenden Preisgelder sind gestiegen, von knapp 10.000 Euro insgesamt beim ersten „Lift-Off“-Wettbewerb auf etwa 30.000 Euro, die 2020 zur Verfügung standen.

Mentoring und Coaching – voneinander lernen

„Wir bekommen von den teilnehmenden Gründer*innen-Teams immer die Rückmeldung, dass gerade auch das Mentoring während dieses halben Jahres unglaublich hilfreich ist“, sagt Bohn. „Die Teams bekommen aus der Wirtschaft jeweils erfahrene Mentor*Innen zugeteilt, die dann eben die Praxiserfahrung und bestimmten Input an das Team weitergeben können.“ Das ist aber noch nicht alles. Auch die ehemaligen Gründungsteams, die von einer Beratung an der Uni profitieren konnten oder beim „Lift-Off“-Wettbewerb erfolgreich waren, beteiligen sich immer wieder: „Es freut uns ganz besonders, wenn von den ehemaligen Gründungsteams dann was zurückkommt“, erklärt Bohn, „davon profitieren nämlich diejenigen, die gerade noch mitten drin stecken in der Gründung in besonderer Weise. Da ist dann jemand, der vor gar nicht allzu langer Zeit in genau derselben Situation, genau der selben Phase der Gründung war.“

Jede*r kann sich beraten lassen!

Die Gründungsberatung steht dabei nicht nur Studierenden an der Uni Göttingen offen; jede bzw. jeder, der oder die mal etwas mit der Uni zu tun hatte (oder auch noch hat) – seien es Studis, Mitarbeitende, Forschende oder Profs – alle können sich mir ihrer Idee an die Gründungsförderung wenden und sich beraten lassen. „Wir arbeiten in der Gründungsförderung übrigens eng mit dem SNIC zusammen, das ist ein Verbundprojekt aus der Uni Göttingen, der PFH, der HAWK und der TU Clausthal“, erklärt Bohn. Hier gibt es verschiedene Stationen für die Gründungsteams: Im sogenannten „Pre-Inkubator“ können dann zu gegeben Zeit die Star-Ups aus Göttingen und der Region Räumlichkeiten mit entsprechender EDV-Infrastruktur nutzen, um ihr Projekt voranzutreiben. Für den Bereich „LifeScience“ gibt es separat nochmal den sogenannten „Accelerator“; hier werden spezielle Coachings angeboten und Teams aus diesem Bereich entsprechend unterstützt.

Neugierig geworden?

Solltet ihr jetzt neugierig geworden sein und eure Idee möglicherweise schon deutlichere Konturen annehmen, die Gründungsberatung der Uni Göttingen ist ganz einfach zu erreichen. Ihr könnt entweder eine Mail schreiben und einen Termin vereinbaren, oder einfach anrufen – euch wird dort sicherlich gern geholfen! Falls ihr noch keine eigene Idee habt, aber gern mehr über die Themen Innovation und Gründung lernen wollt: Schaut euch doch mal das Semesterprogramm der Gründungsförderung an! Dort bekommt ihr einen Überblick wie ihr euch Unterstützung holen könnt, beispielsweise in der wöchentlichen Sprechstunde oder allgemein bei Infoveranstaltungen wie dem Life Science Day und den SNIC Innovationstagen (natürlich alles virtuell in diesem Semester). Etwas konkreter wird es mit dem Zertifikatsprogramm „Innovation und Gründung“ – da gibt es unter anderem Workshops zum Thema Projektmanagement und auch ein Pitch-Training. Zeit zu knapp? Kein Problem, im Sommersemester wird auch wieder ein Basismodul zum Zertifikatsprogramm angeboten.

 

 

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